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Das physische Porträt

20 Identitätszeichen definieren das "physische" Porträt unseres Wallis
Physische Merkmale werden mit den Sinnen wahrgenommen, sobald man sich im Wallis befindet.



Farben
Vielfalt und Reichtum einer ausgeprägten Farbpalette, chromatische Sinfonien im Rhythmus der Jahreszeiten, mit leuchtenden Herbstfarben, rötliche Vorboten des Winters, intensive und prangende Farben unter der strahlenden Sonne. Monochromes Weiss des Schnees und des Eis. Indigoblau des Herbsthimmels. Abgestufte Farbenskala der Gesteine in verschiedenen Grautönen, satten Grüntönen und warmen Goldtöne.

Materialien
Vielfalt und Allgegenwart des Felsens, sowohl "Gerüst" und Skulptur als auch Material. Das Wasser in all seinen Arten und Formen (fest, stillstehend, fliessend, dampfend). Die reine Luft. Der Rohstoff Holz, natürlich und unbearbeitet oder verarbeitet in der Architektur, in Möbeln und in der Kunst.

Gerüche
Berauschende, der Bergwelt eigene Zusammensetzung der Düfte, von Arven und Lärchen, von Ysop und Thymian, von Trauben und Früchten eines besonders intensiven und kräftigen Aromas.

Motive und Formen
Mächtige Formen der Gipfel. Treppen und Terrassen der Weinberge und der Kalkmassive. Wechsel der Täler und Gräten.

Klänge
Kontrast zwischen der Welt der Stille der Berge und den klangvollen Echos der menschlichen Aktivitäten. Allgegenwärtig der Gesang des Wassers, aber auch des Windes, der Kirchenglocken, der bimmelnden Kuhglocken der Herden.

Licht
Intensive Helligkeit und Reinheit: ein einzigartiges Licht, südländisch anmutend, Quelle der Inspiration und des Wohlbefindens.

Klima
Einzigartiges Klima eines „Inseltales“ im Herzen der Alpen. Trocken und äusserst sonnig, ähnlich dem Mittelmeerklima, gleichzeitig extrem kontrastiert wie ein Kontinentalklima, und mit beträchtlichen lokalen Unterschieden, täglich und saisonal variierend.

Zusammensetzung und Landschaften
Ein "Gipfelarchipel" und eine Vielfalt von Tälern, die sich auf der fruchtbaren Ebene der Rhone öffnen, Urtyp des Tales. Eine paradoxe Präsenz des Wassers (Allgegenwart und Trockenheit).

Naturerbe
Schönheit der intakten Natur, wild, wertvoll und Respekt einflössend zugleich. Grosse landschaftliche und biologische Vielfalt, Artenvielfalt der Fauna und Flora, die durch die Konvergenz verschiedener Faktoren entstand.

Öffnung und Proportionen
Dominanz der Vertikalen, des Emporstrebenden, in Kontrast mit der Horizontalität der Ebene. Natürliche Affinitäten mit "dem Extrem".

Zugang
Territorium, das lange durch seine spezifische Korridorkonfiguration vor äusseren Einflüssen "bewahrt“ wurde. Durchgangsachse in Richtung Süden. Heute mit der Aussenwelt durch multiple Kommunikationsmittel verbunden. Zugleich traditionsreiche Austausch- und Handelskultur eines Grenz- und Durchgangslandes.

Kulturelles Leben, Freizeit
Natur, Sport und Kultur, eine breite Palette von Aktivitäten und Infrastrukturen, Spiegelbild der vielfältigen Ressourcen, welche Land und Leute anbieten.

Geschmack
Produkte, die für ihre Qualität und ihren eigenen, mit dem Wallis und seinem Boden assoziierten Geschmack bekannt sind, und in einer authentischen, schmackhaften und gastfreundlichen Küche verarbeitet werden.

Lebensraum und Urbanisierung
Verarmung und Verlust der architektonischen Walliser Identität durch die Wucherung "unechter Chalets" in den touristischen Berggebieten und mangelhafte Eindämmung der Urbanisierung in den Städten. Mit Ausnahme von einigen durchwegs interessanten, öffentlichen Gebäuden, wenig Aufwertung der modernen Architektur.

Architektonisches und künstlerisches Erbe
Reich und diversifiziert, entstanden aus der langen Geschichte der Besiedlung der Alpen. Dominanz der mittelalterlichen und barocken Epochen und des religiös architektonischen und künstlerischen Erbes.

Kulturgut der Persönlichkeiten
Starke Walliser Persönlichkeiten mit internationalen Charismen, Personen der Tat und der Konfrontation in all ihren Formen.

Kulturgut des Know-hows
Dominanz des nützlichen und raffinierten Know-hows, jahrhundertealtes Know-how von origineller Kreativität, welches zum echten Kulturerbe und Emblem der Identität wurde.

Industrielles und wirtschaftliches Profil
Landwirtschaftliche und pastorale Tradition, die die Landschaften kennzeichnen, Dominanz des tertiären Sektors, grosse hydroelektrische Infrastrukturen, moderne touristische Infrastrukturen, industrielle Spitzentechnologie, innovative und leistungsfähige Spitzenindustrie.

Organisation des Territoriums und ländlicher Raum
Von der Lebensweise in den Bergen hin zum Lebensraum in den Bergen. Aber auch das Paradox einer Region mit ländlicher Dominanz, dessen Identität sich in den Städten gefestigt hat.

Dynamik
Ein Territorium mit ausgeprägter, natürlicher Dynamik und mächtigen, nicht immer ersichtlichen Kräften, seit Gedenken durch den Elan einer ausdauernden, menschlichen Aktivität geformt.

Quelle