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Das psychologische Porträt

16 Identitätszeichen definieren das psychologische Porträt von unserem Wallis. 
Die psychologischen Merkmale gründen tiefer. Sie werden von Gästen und Besuchern nicht auf den ersten Blick wahrgenommen.



Zugehörigkeit
Stolz Walliser zu sein. Sehr ausgeprägtes Gefühl der Zugehörigkeit, ja sogar Identifikation mit seiner Region, seinen Vorfahren, der Gemeinschaft, dem Beziehungsnetz.

Grösse des Egos und Attraktivität
Sehr grosse Selbstzufriedenheit der Walliser, welche sich ihres Glücks bewusst sind: Vergnügen, „unter sich“ zu sein und starke Bindung an ihre Lebensqualität. Passive Aneignung eines "Identitäts-Image" des Wallis und der Walliser, welches von Aussen und für Aussen konstruiert wurde.

Komplexität, Einheit
Ein Territoriums-Gebilde, welches ein Ganzes ist, trotz seiner internen sprachlichen Grenze, seiner 13 "kleinen Welten" und seiner zahlreichen, lokalen Persönlichkeiten.

Beziehung zur Geschichte
Die Geschichte eines "wahren Landes" und eines "Landes im Lande": belebtes Schicksal und Aufeinanderfolge verschiedener „Nationalitäten“, was die Kampfbereitschaft, den Unabhängigkeitsgeist, der starke lokale Zugehörigkeitssinn, welcher stärker ist als der Nationalstolz, und die stärkere Verbundenheit zu einem kulturellen Erbe als zu einem "Schicksal" geprägt hat.

Tropismen
Die Realität steht im Widerspruch zum gängigen Klischee der Verschlossenheit: historisch sowohl eine Auswanderungs- wie eine Einwanderungsregion.

Weiblich oder männlich
Konservatismus der Mentalitäten: höherer Frauenanteil in der Bevölkerung und im sozialen Engagement, jedoch geringe berufliche und politische Aktivität der Frauen. Symbolische Kräfte der Region stark zweigeschlechtlich...

Generationen
Schwächung der Walliser Familienstruktur, aber spektakuläre Erhöhung des Bevölkerungsanteils mit abgeschlossener Berufsbildung und im nationalen Vergleich überdurchschnittlich hoher Bevölkerungsanteil mit Mittelschulabschluss.

Bezug zur Sprache
Eine zugunsten der Zweisprachigkeit Deutsch - Französisch fast verschwundene Vielfalt lokaler Dialekte und Ausdrücke. Einer der seltenen objektiven Unterschiede zwischen Ober- und Unterwallisern.

Bezug zur Zeit
Die Kunst, sich Zeit zu nehmen ist eine der Komponenten der Lebensqualität. Zeitliches Spannungsfeld zwischen echter Wahrung der Traditionen mit nostalgischer Tendenz und Kapazität, den Wandel der Moderne anzunehmen und für Innovationen offen zu sein.

Energie, Ausgeglichenheit
Vollkommenes Gleichgewicht zwischen Ruhe und Vitalität: solide Ruhe, die aus der Natur geschöpft wird, aber südländisches Temperament, sportliche Energie und fast schon bezeichnende Zähigkeit.

Lebenskunst, Hedonismus
Lebensfreude und Gastfreundschaft, Kultur des Weins und der Rebe, Nähe zu der natürlichen Umwelt: tonischer Hedonismus und aussergewöhnliche und kennzeichnende Lebensqualität.

Kultur / Affinitäten und künstlerische Talente
Enge Beziehung zur gemeinsamen, lokalen und konkreten Volkskunst, daher der Vorrang der Musik. Eine Region mit eigenartiger Persönlichkeit, sowohl "Muse" als auch Sujet für Malerei, Literatur und Theater.

Spiritualität, Religion
"Regionale Empfänglichkeit" für das Sakrale und sehr starke historische Prägnanz des Katholizismus. Heute langsames Verschwinden "der monolithischen Walliser Religion".

Sinn fürs Übersinnliche
Sehr reiches Kulturgut von Erzählungen und Legenden, zwischen Realismus des Alltags, religiöser Moral, Aberglauben und Angst vor den unbändigen Kräften der Berge: eine ausgeprägte Einbildungskraft, populär im noblen Sinn des Begriffs.

Charaktere der Einwohner
Die Zähigkeit, die "Echtheit" und der Unabhängigkeitsgeist der Bergbewohner, gradliniges und lebenslustiges Temperament der Südländer.

Bezug zur Natur
Zweideutig, einerseits der Wille, die natürlichen Landschaften zu bewahren und andererseits die Angst, von einer Wirtschaftsentwicklung enteignet zu werden, die eine starke Inanspruchnahme des Bodens fordert.

Quelle