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S. Corinna Bille (1912-1979)

Von hier oben aus gesehen war die Welt immer gleich, die Obstgärten unschuldig, die Weinberge hübsch gefaltet. Und die bleiche Rhone dehnte sich aus, um sich Inseln zu erschaffen, unglaubliche und so grosse, dass das Leben in ihnen möglich geworden ist.

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Da war ein See, einsam im Gebirge, und ich habe darin gebadet (…). Ich habe gesehen, wie die Sonne aus dieser Schale Nass getrunken hat und sturzbetrunken hinter die Felsen gekippt ist.

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Ich liebe dieses Wetter. Dieses grossartige Wetter im Wallis, vom Winde ausgefegt, der den Engeln keinen Platz lässt,
 und der bewirkt, dass wir auf diesen Wegen gehen wie betrunkene Männer. (…) Oh, dieses Hü und Hopp! der allzu blauen Berge!

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Auf den Säulen drehten sich die goldenen Körper der Heiligen. Die Altäre waren Wälder. Was für Zweige, was für Blütenblätter! In ihrem Akanthusnest ruhten sich die Engelchen aus. Die Zwiebeln der Glockentürme pflanzten sich im Himmel auf. Zwiebeln, kleine Kupferzwiebeln!

 

Quelle: Buch "Wallis, Leib & Seele"